So bekommen Sie Ihre Terminologie in den Griff und stärken die Kommunikation Ihres Unternehmens.

Sagen Sie eher Kaffeetasse oder Kaffeebecher? Soll es Eckenschutz oder Stoßschutz heißen?
Diese einfachen Beispiele zeigen, dass es für viele Gegenstände verschiedene Bezeichnungen gibt.

Häufig liegen diesen Bezeichnungen unterschiedliche Definitionen oder Bedeutungen zugrunde. Verwenden alle Ihre Mitarbeiter immer die gleiche Terminologie für bestimmte Gegenstände oder Konzepte?

Andernfalls kann es leicht passieren, dass in Ihren Texten abwechselnd verschiedene
Begriffe auftauchen.

 

Was ist Terminologiemanagement?

Terminologiemanagement dient dazu, die Einheitlichkeit verwendeter und übersetzter Begriffe sicherzustellen. Durch Festlegung und Verwaltung der Terminologie werden Begriffe in aktuellen und zukünftigen Texten immer gleich gebraucht. Somit ist Terminologiemanagement nicht nur eine Hilfe für die Verfasser von Texten, sondern auch für deren Übersetzer, die eine Anleitung für die einheitliche Verwendung bestimmter Begriffe erhalten.

 

Warum ist Terminologiemanagement wichtig?

 

Wenn sich Ihr Unternehmen keinen Überblick über seine Terminologie verschafft und keine Struktur für deren Verwendung festlegt, kann dies zu uneinheitlichen Texten und
Übersetzungen führen. Bei fehlendem Terminologiemanagement entstehen missverständliche Texte, welche wiederum Unsicherheit bei Ihren Kunden hervorrufen, da mehrere Begriffe für ein und denselben Gegenstand verwendet werden. Terminologiemanagement hilft Ihnen und Ihrem Unternehmen dabei, einen einheitlichen und zweifelsfreien Gebrauch von Begriffen zu
gewährleisten.

Auch in Bezug auf Ihre in Auftrag gegebenen Übersetzungen ist Terminologiemanagement enorm wichtig. Innerhalb bestimmter Branchen arbeiten Übersetzer häufig mit einer sehr
spezialisierten Sprache. Somit kann die im Vorfeld festgelegte Terminologie eine große Hilfe
darstellen, damit Übersetzer nur die von Ihnen gewünschten Begriffe verwenden.


 

 

 

Vorteile von Terminologiemanagement

 

Durch Terminologiemanagement ergeben sich zahlreiche Vorteile für Ihr Unternehmen.

Dies sind einige der wichtigsten:

 

  • Die Kommunikation Ihres Unternehmens wird vereinheitlicht, was auch für mehr
    Kundenzufriedenheit sorgt.
  • Terminologiemanagement ermöglicht Kosteneinsparungen durch erhöhte Einheitlichkeit von Ausgangstexten und Übersetzungen.
  • Terminologiemanagement vereinfacht die Qualitätssicherung bei Ausgangstexten und Übersetzungen.
  • Die Vereinheitlichung Ihrer Terminologie spart Zeit bei der Klärung eventueller Fragen.
  • Eine einheitliche Terminologie stärkt die Identität Ihres Unternehmens.
  • Mit Terminologiemanagement wird es einfacher, beim Delegieren von Aufgaben eine hohe Qualität beizubehalten, da die gewünschten Begriffe bereits festgelegt sind.
  • Eine einheitliche Terminologie vereinfacht den Austausch von Informationen und Wissen innerhalb des Unternehmens sowie über Landesgrenzen hinaus.
  • Terminologiemanagement beseitigt Unklarheiten und Missverständnis sowohl intern im Unternehmen als auch in der Kommunikation mit Kunden.
  • Eine einheitliche Terminologie macht es Mitarbeitern leichter, sich spezifisches Fachwissen anzueignen, und schafft ein gemeinsames Verständnis im Unternehmen.
  • Terminologiemanagement fördert die Standardisierung des Sprachgebrauchs und
    der zugrunde liegenden Definitionen.

 


 

 

Wie funktioniert die Durchführung eines Terminologieprojekts?

 

Im Großen und Ganzen lässt sich ein Terminologieprojekt in drei Stufen einteilen. Unserer
Erfahrung nach wird dessen Ergebnis umso besser, je mehr Sie und Ihr Unternehmen selbst zur Umsetzung dieser drei Stufen beitragen. Schließlich verfügen Sie über ein umfangreiches
Expertenwissen und können nicht nur bei der Definition von Begriffen helfen, sondern auch am besten überprüfen, ob deren vorgeschlagenen Übersetzungen sinnvoll sind.

 

Stufe 1: Welche Textarten und Abteilungen sollen in den Prozess eingebunden werden?

 

Am vorteilhaftesten wäre es, wenn der Prozess alle Textarten und Abteilungen umfassen würde. Dann kann daraus jedoch eine sehr umfangreiche Aufgabe werden. Aus diesem Grund mag es sinnvoller erscheinen, mit einzelnen Abteilungen und einzelnen Textarten zu beginnen, also zum Beispiel mit technischen Handbüchern oder Anleitungen. Dies hat jedoch wiederum den
Nachteil, dass unter Umständen nicht alle Abteilungen mit der gewählten Terminologie
einverstanden sind. Wenn alle Abteilungen des Unternehmens von Anfang an mit einbezogen werden, können auch alle ihre Vorschläge und Wünsche für die Verwendung diverser Begriffe äußern. Zudem erfordern unterschiedliche Textarten unter Umständen jeweils ihre eigene
Terminologie. Nicht immer sollen zum Beispiel in Marketingtexten und technischen
Handbüchern die gleichen Begriffe verwendet werden. In einem solchen Fall werden ganz
einfach verschiedene Terminologiedatenbanken für die jeweiligen Textarten eingerichtet.


Stufe 2: Auswahl der Fachbegriffe und sonstiger Terminologie

 

Daraufhin müssen die gewünschten Begriffe festgelegt werden. Zudem können Sie bestimmen, welche Synonyme nicht verwendet werden sollen. Als Ausgangspunkt erstellen wir dabei eine vorläufige Liste von Begriffen, die wir Ihren bereits existierenden Texten entnehmen. Dann
können Sie selbst entscheiden und uns mitteilen, ob Sie diese Begriffe weiterhin nutzen oder neue einführen möchten. Anschließend passen wir die Liste unter Berücksichtigung Ihrer
eventuellen Änderungswünsche an.

 

Stufe 3: Übersetzung und Genehmigung von Begriffen

 

Nachdem alle Fachbegriffe und sonstige Terminologie festgelegt wurden, erfolgt deren
Übersetzung in die gewünschte Zielsprache. Daraufhin haben Sie die Möglichkeit, die
Übersetzungen zu prüfen und gegebenenfalls Änderungswünsche zu äußern. Demzufolge
passen wir die Terminologiedatenbank und gegebenenfalls bereits übersetzte Texte an.
Sowohl die in der Ausgangssprache festgelegten Begriffe als auch deren Übersetzungen werden in einer Terminologiedatenbank gespeichert, die dann bei allen darauffolgenden
Übersetzungsaufträgen für Sie zum Einsatz kommt.

Nach Abschluss des Terminologieprojekts muss sichergestellt werden, dass alle Beteiligten die definierten Begriffe sowohl in der Ausgangs- als auch in den Zielsprachen verwenden. Bei
Übersetzungen ist dies relativ einfach. Durch Einsatz eines CAT-Tools (einer speziellen
Übersetzungssoftware) werden unsere Übersetzer darüber informiert, welcher zuvor festgelegte Begriff benutzt werden soll. Dadurch verwenden sie stets die richtige Terminologie.


 

 

Was ist eine Terminologiedatenbank?

 

Eine Terminologiedatenbank beinhaltet Begriffe sowohl in der Ausgangs- als auch in der Zielsprache und ermöglicht deren systematische Verwendung. Durch Verknüpfung einer Terminologiedatenbank mit Ihren Übersetzungen sorgen Sie dafür, dass diese
einheitlicher und präziser sowie an die Kommunikationsweise innerhalb Ihres
Unternehmens angepasst werden.

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